Informationen

Bauvoranfragen an Baubehörden zwecks Klärung von Baurechtsfragen sollten vor dem Grundstückskauf gestellt werden. Dies gilt insbesondere bei nicht vorhandenen Bebauungsplänen. Vor dem Grundstückskauf sollten außerdem das Grundbuch und das Baulastenverzeichnis eingesehen werden. Die Grunderwerbsteuer beträgt derzeit in Hessen 6 %  vom Grundstückspreis.

Schon vor dem Grundstückskauf sollte der Finanzierungsrahmen stehen, hierbei können wir Sie mit einer unverbindlichen Gesamtkostenermittlung unterstützen. Die Gesamtkostenermittlung schließt alle Nebenkosten vom Grundstückskauf über Steuern, Gebühren, Erschließungs- und Hausanschlusskosten sowie die eigentlichen Projektkosten ein und ist Voraussetzung für Finanzierungsverhandlungen mit Kreditgebern.

Hierbei handelt es sich in der Regel um Kosten zur Erschließung eines Baugebiets.

Darunter fallen Leistungen wie die Herstellung der Straßen und Bürgersteige, der Kanalisation,der Versorgungsleitungen in der Straße, der Straßenbeleuchtung und sonstige allgemeine Erschließungskosten.

Es sollte immer geprüft werden, ob diese Kosten im Grundstückskaufpreis enthalten sind oder nicht. Die Erschließungskosten sind nicht zu verwechseln mit den Hausanschlusskosten !

Hierbei handelt es sich um den Anschluss des Gebäudes an die Versorgungs- und Entsorgungsleitungen in der Straße. Diese Kosten sind in der Regel nicht im Grundstückskaufpreis enthalten.

In vielen Baugebieten ist zudem der Einbau einer Zisterne mit Brauchwassernutzung vorgeschrieben. Die nicht unerheblichen Hausanschlußkosten für Kanal, Strom, Gas, Wasser, Telefon und Kabelfernsehen sowie der Einbau einer Zisterne sind überwiegend nicht in den Pauschalpreisangeboten der Fertig- und Massivhausanbieter enthalten.

In Bauträgerverträgen sind diese Kosten in der Regel enthalten.

Die Hausanschlusskosten sind nicht zu verwechseln mit den Erschließungskosten !

Ein Bodengutachten liefert Hinweise zur Tragfähigkeit des Baugrunds und zur Grundwassersituation. Die Kenntnis der zulässigen Bodenpressung ist Voraussetzung für die Berechnungen des Statikers zur Bauwerksgründung. Aussagen zur Grundwassersituation sind wichtig für die Wahl der Abdichtungstechnik.Ohne Bodengutachten kann ein Statiker lediglich Annahmen zur Tragfähigkeit des Baugrundes und zur Grundwassersituation treffen, diese Annahmen werden im Standsicherheitsnachweis (Statik) dokumentiert. Sollten an dem Gebäude Setzungsrisse oder Undichtigkeiten auftreten, wird die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen ohne Bodengutachten schwierig !

Der Wärmeschutznachweis wird nach der gültigen Energiesparverordnung (EnEV) berechnet. Auf Grund steigender Energiekosten empfehlen wir über die Forderung der aktuellen EnEV hinauszugehen und hierzu auch die jeweiligen Fördermittel der KfW zu beachten.

Eigenleistungen in der Bauphase sind möglich aber nicht immer sinnvoll. Für Eigenleistungen im Wohnungsbau eignen sich problemlos die Gewerke Malerarbeiten, Tapezierarbeiten, Bodenbelag und Innentüren. Bei Vereinbarung von Eigenleistungen in Generalübernehmer- oder Bauträgerverträgen sind vertragliche Aspekte hinsichtlich Gewährleistung und die Schnittstellen  zu anderen Gewerken zu beachten.

Immer mehr Deponien in Hessen verweigern ohne aktuelle Bodenanalyse die Annahme von Baugrubenaushub. Der Abtransport des Baugrubenaushubs ist in der Regel nicht in den Pauschalpreisangeboten der Fertig- und Massivhausanbieter enthalten. Die Bodenanalyse sollte im Zusammenhang mit dem Bodengutachten durchgeführt werden !